Nach 250 Jahre Caspar David Friedrich steht das Jahr 2025 in der pommerschen Region auch im Zeichen von "Akt & Landschaft", denn diese feiert ihr 50. Jubiläum. Allen, die mit dem Thema noch nicht vertraut sind, sei an dieser Stelle einleitend zu einer monatlichen Spiegelung der Fotografie der letzten Jahrzehnte zum Thema eine kleine Rückschau zum Thema erlaubt...
1975 initiierte der mit Vorpommern eng verbundene Fotograf Klaus Ender gemeinsam mit dem Fotografiker Gerd Rattei die Ausstellung "Akt & Landschaft". Das beiden dabei ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und ästhetischer Bewältigung des Themas zugeschrieben wurde, war jedoch keinesfalls selbstverständlich. Schließlich handelte es sich dabei um eine gesellschaftliche Frage:
Wie weit ist die Akt- und Landschaftsfotografie in der DDR gesellschaftsfähig? Abhängig war dies von den Bürgern. Sie nahmen diese Ausstellung an und werteten damit diese Fotografie enorm auf, so dass es anderen Aktfotografen, die diesen beiden Pionieren folgten, leichter fiel, auch ihre Arbeiten auszustellen. - Nun zum 50. Geburtstag soll diese "schönste Seite der DDR" neue Betrachtung finden.
Sein erstes Aktmodell fotografierte Klaus Ender 1963 auf Rügen. Im Laufe seiner Karriere sollten es viele 100 werden. Bereits 1965 – noch als Amateur – veröffentlichte er sein erstes Bild in der beliebten Zeitschrift „Das Magazin“. Viele weitere folgten. Eine ästhetische und natürliche Auffassung prägen seine Aktbilder und üben einen besonderen Reiz auf den Betrachter aus.
Der Autodidakt erhielt 1966 auf Grund seiner fotografischen Leistung die Zulassung für freischaffende journalistische Tätigkeit. 1979 zeichnete ihn der Weltverband für Kunstfotografie (FIAP) mit dem internationalen Ehrentitel ARTISTE FIAP (AFIAP) aus. Das Ministerium für Unterricht und Kunst in Wien stufte ihn 1982 als „Bildender Künstler der Fotografie“ ein. Heute gilt er als einer der wichtigsten deutschen Aktfotografen.
Das Foto "Im Sommerwind" entstand 1964 am Strand vom Bakenberg auf Rügen. Im Jahr 1966 erhielt es auf der VII. Internationalen Fotoschau der Ostseeländer IFO eine Ehrenurkunde.
Den Ostseestrand wählte der Naturliebhaber oft als Kulisse. Die Materie Wasser faszinierte ihn besonders. Seine Werke sind eine Komposition von Akt und Natur. Die Harmonie zwischen beiden war ihm ein großes Anliegen.

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