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Besondere Drachenpumpen...

Auch wenn die Wasserpumpen Teil des kulturellen Erbes sind, haben sie in Stettin ihre ganz eigene Geschichte. Die historischen Wahrzeichen, die sich heute noch vielfach in der Odermetropole finden lassen, haben sich auch in Notzeiten bewährt: So gab es bei dem Streik der Wasserwerke (Generalstreik von 1919) lange Schlangen an den Pumpen, da die Wasserversorgung zusammengebrochen war. So jedoch konnte über die alten Brunnen dennoch die Versorgung sicher gestellt werden...

Wie in Berlin gab es auch hier den sogenannten Drachenkopf als Wasserspender. Dies weist bereits auf die enge Verbindung zwischen der Hauptstadt Berlin und der Odermetropole hin. Denn der sogenannte Typ II mit Drachenkopf und III mit Krone und Wappen - gefertigt aus Gusseisen in der Kunstgießerei Lauchhammer ist den Stettiner Pumpen sehr ähnlich und wohl auch aus der gleichen Werkstatt hergestellt worden. Zeitlich wären die Pumpen in ihrer Entstehung damit zur Wende des 19. zum 20. Jahrhundert einzuordnen.



Übersichtskarte von Stettin:

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Auf dem Weihnachtsmarkt

Endlich! Am vergangenen Freitag wurde um 14 Uhr auch in Stettin der Weihnachtsmarkt eröffnet. Vom Venizianischen Reiterstandbild Colleonies erstreckt er sich nun über den pulsierenden ehemaligen Königsplatz mit seinem angrenzenden Kaufhaus „Galeria Kaskada“ bis hin zum Königstor mit seinem vom französischen Bildhauer Bartolomé Damart geschaffenen prachtvollen Portal, welches Friedrich Wilhelm I. in Erinnerung an die glückliche Einbindung Stettins in Preußen mit dem Frieden von Stockholm schaffen ließ.

Der Stettiner Hauptfriedhof

Er liegt relativ zentral und ist vom Berliner Tor innerhalb von 10 Minuten mit der Straßenbahn erreichbar: Der Stettiner Hauptfriedhof. Schon vor 100 Jahren galt die Anlage als einer der größten Friedhöfe der Welt. Und: Er hinterlässt auch für Touristen oder Tagesgäste, die eigentlich bisher wenig mit Stettin zu tun hatten, bleibende Eindrücke . erinnert er doch mit der monumentalen Wucht seiner Gebäude an beste Friedhofsgebäude Italiens - wie ein alter Friedhofsführer zu berichten wusste.

Ein Wal aus Stettin...

Zwei dampfbetriebene seegehende Eisbrecher gibt es noch in Deutschland, die "Stettin" und den "Wal". Letztere wurde bei den Stettiner Oderwerken mit der Baunummer "800" in Auftrag gegeben und lief in der Werft am 5. Mai 1938 vom Stapel, um sie am 20. Juni des gleichen Jahres beim Wasserstraßenmaschinenamt Rendsburg für den Eisbrechereinsatz auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal in Dienst zu stellten... Die Zeiten, die die "Wal" im 2. Weltkrieg erlebte, waren bewegt: So ging sie u. a. während einer Kesselreparatur in der Rostocker Neptunwerft nach einem Bombentreffer am 26. April 1942 auf Grund, wurde wieder gehoben und flott gemacht, um dann auch Verwundeten- und Flüchtlingstransporte von Danzig über die Ostsee in den Westen durchzuführen. In der Nachkriegszeit wieder auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal (ab 1948: Nord-Ostsee-Kanal) im Einsatz, half die "Wal" auch beim Aufbau Helgolands. 1990 außer Dienst gestellt, erwarb die Schiffahrts-Compagnie Breme...